Laissez-faire: Antisemitismus, Viktor Orbán & die “3 Weisen aus dem Abendland”

Ein antisemitischer  Terroranschlag in Halle und am ungarischen Nationalfeiertag Randale
an einem Budapester Kulturzentrum jüdischen Ursprungs durch ca. 50 Neonazis -
die Angreifer trugen teils antisemitische Tattoos:
Orbáns Regierung befeuert den Antisemitismus international vor aller Augen seit Jahren – auch mit den Lügen über Soros – was man dann z.B. bei Identitären in der “Umvolkungs”-Legende wiederfindet.
“Sender” wie klagemauertv u.ä. haben das international in Soz. Netzwerke getragen.
Antisemitische Dichter wie Albert Wass wurden unter FIDESZ zu “Nationalhelden” – ihm wurden Denkmäler geschaffen – und gestern – ebenfalls im Rahmen des Nationalfeiertags, trug der Premier auch eines von Wass’ Gedichten vor. Unter Rechtsradikalen scheint eine antisemitische Fabel des Dichters Hochkonjunktur zu haben.
Für  die entsprechende Stimmungsmache sind die antisemitischen Schulterschlüsse des Hr. Orbán u. sein Arm in Richtung internationaler Netzwerke mitverantwortlich – und auch jene, die ihn seit Jahren “machen lassen” immer weiter – und immer weiter.
Es ist ein A r m u t s z e u g n i s, dass die EU-Politiker*innen nicht schon angesichts der Soros-Plakatierungen Alarm geschlagen haben! Nein, erst als es gegen Juncker ging, wurde man etwas deutlicher und beriet im Frühjahr – zumindest scheinbar kurz vor der Europawahl  – über Orbáns Ausschluss aus der EVP.

Letztlich wurden dann “3 Weise”  – man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll -
beauftragt, über den Ausschluss weiter zu beraten.
Ausgerechnet Hans-Gert Pöttering (KAS), der den ungarischen PM bereits während
seiner ersten klar antidemokratischen Umbauschritte 2011 aktiv unterstützt und verharmlost hatte, wurde als einer von diesen “3 Weisen (aus dem Abendland?)” – berufen. Fragt sich nur, welchem “Himmelskörper” die so folgen.

Symbolträchtig hatte Hr. Dr. Pöttering den beiden ranghöchsten ungarischen Politikern – neben vielen anderen Signalen – 2011 genau am Tag der Verabschiedung der antidemokratischen “Osterverfassung” seinen Besuch abgestattet.
https://www.kas.de/web/ungarn/veranstaltungsberichte/detail/-/content/hans-gert-poettering-trifft-praesident-schmitt-und-ministerpraesident-orban

Er  ist in Sachen Ungarn und FIDESZ-Politik also alles andere als “unbefangen”,
sondern von Anfang an ein Unterstützer der zweifelhaften Züge des Premiers.
(vgl. auch Artikel 03/2018)

Für wie dämlich und vergesslich wird die Öffentlichkeit bei “3 Weisen”- Berufungen mit derartigem Hintergrund eigentlich gehalten?

Meldungen sprechen längst von einer “schleichenden Rehabilitierung”
des ungarischen Regierungschefs in der EVP.
Wer damit einmal mehr Glaubwürdigkeit einbüßt, ist klar.

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