Anstelle von Antworten kamen Fake-Accounts und Belästigung

Es gibt bezüglich der im April und im Vorartikel beschriebenen Vorgänge in Malta, u.a. auch auf einem youtube-Kanal namens “Eurovisionfest”, bisher keine Reaktion und
keine Aufklärung.

Weder gab es Ansätze zur Aufklärung von Owen Bonnici, Minister for the National Heritage, the Arts and Local Government, der für One Productions Limited letztlich verantwortlich ist.
Noch habe ich  anderweitig von einer Reaktion oder auch nur von dem Versuch einer näheren Aufklärung der Vorgänge Kenntnis erhalten.

Dieses Blog hatte ich überdies mehrfach nicht aufrufen können – auch aktuell sind die Aufrufe über den eigenen PC sowie über das eigene Smartphone einmal mehr nicht möglich - die Seite bleibt bei mir komplett weiß.
Egal in welchem WLAN ich eingewählt war.
Was technisch dahinterstecken könnte, weiß ich nicht.

Durch Gespräche erfuhr ich inzwischen zwar, dass andere auf ihren Geräten Zugang
zum Blog hatten. Und auf einem solchen schreibe ich gerade diesen Artikel.
Aber hinnehmbar ist diese Situation für mich nicht.

Statt Zugriff auf mein Blog hatte ich – ob damit zusammenhängend oder nicht -  seit Mitte April zunehmend das zweifelhafte “Vergnügen”, u.a. auf Twitter/ X von schmuddeligen Fake-Accounts, evtl. Bots, heimgesucht zu werden, die vielfach Frauen in anzüglichen Posen darstellen  und meist eine Art Phishinglink enthalten.
Es scheint auf Twitter/ X davon eine versteckte Armee von Hunderten zu geben; einige enthielten als Info, erst im laufenden Monat erstellt worden zu sein, andere waren wenige Monate alt. Die meisten hatten null bis wenige Follower und es war offensichtlich, dass der “Sinn” ihrer Existenz in nicht viel mehr liegen konnte, als ein Dasein als Fake-Account/ Bot zu fristen und bestimmten X-Nutzer*innen – auf wessen Geheiß auch immer – konzertiert auf die Nerven zu gehen.
Diese Accounts folgten mir oder “lik(t)en” toxisch – oft auffallend zeitnah kurz nach Erstellen – eigene Beiträge oder Kommentare, als sei das eigene Agieren ständig im Blick.
Aber rein automatisiert wirkt es auch nicht. Zweimal flogen die Bots plötzlich auf ältere
Beiträge – und als ich einen Kommentar bei Reporter ohne Grenzen absetzte, traten da plötzlich gleich 3 Fake-Accounts mit ihren toxischen Likes drauf, als wolle man gerade dort noch vehementer auftreten.

Als ich auch wegen all dem auf Instagram versuchte, dort etwas aktiver zu werden – teils  im Sinne eines Ausweichens, begann dasselbe dort ebenso.
(ich selbst habe dazu ebenfalls Screenshots)
Was die Frage aufwirft, wer hinter solchem Agieren steckt, das also offenbar auch plattformübergreifend zeitlich auffällig dicht passiert.
Gibt es möglicherweise im Darknet Optionen, zu beauftragen, dass solche Accounts
auf jemandes gesamtes Social Media Agieren angesetzt werden?
Oder sind es eher ominöse Agenturen, die so etwas machen?

Begonnen hat die Flut der Fake-Accounts  – das muss ich auch sagen – insgesamt nicht erst im April.
Vor den sexistischen Fake-Accounts mit irgendwelchen Cam-Links erlebte ich auf Twitter z.B. im Herbst 2022 vorwiegend eine aberwitzige Anzahle von Fake-Accounts zu Mick Jagger oder auch James Taylor, die mir mit emsiger Beharrlichkeit “folgten”.

Bereits damals fragte ich mich, wer sich denn die Mühe gibt, solche Accounts immer neu so emsig zu erstellen und mir auf den Hals zu hetzen.
Was stets und bis heute in Blockings meinerseits endet.

Musks Ankündigung, die Blockfunktion zu entfernen, ist unsäglich.

Und der Hinweis, man könne sich doch mit einem Schloss auch unsichtbar machen, um nicht belästigt zu werden, dieser Hinweis erinnert ein wenig an die etwas platten und wenig empathischen Ratschläge, mit denen man Frauen häufiger begegnet, wenn sie Belästigung erwähnen. Eine wirklich solidarische Haltung verbirgt sich hinter solchem oft nicht. Die Belästigung ist das Problem, – nicht die Tatsache, dass man sichtbar ist und sich äußert.

Aus einer langjährigen Aktivität auf Facebook sah ich mich bereits seit dem Frühjahr aus verschiedenen konkreten Gründen zunehmend herausgedrängt.
Zuweilen war meine Timeline derart mit unpassenden “Vorschläge für dich” geflutet, dass es für mich keinen Sinn mehr machte, dort Zeit zu verschwenden.

Ich habe an potenzielle Lesende  – auch aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate – eine Bitte:
Wenn jemand auf seinem SocialMedia-Profil deutlich macht, dass ihm Dinge zusetzen – wäre es nett, wenn das vom Umfeld nicht komplett ignoriert würde. Sondern wenn man sich in irgendeiner Form bei der betreffenden Person meldet, zumal, wenn man sich ein wenig kennt. Es gibt Menschen in Social Media-Umgebungen, bei denen würde man ohnehin nie vermuten, dass sie sich bei einem melden, weil es sich eher um rein digitale oder entferntere Bekanntschaften handelt, die man evtl. ohnehin schlechter einschätzen
kann.
Bei anderen  – zumal, wenn sie sich teils sogar freundschaftlich gaben – wundert man sich allerdings schon, wenn man auf Problematiken hinweist,
sie aber komplett weiter so tun, als sei man selbst und das eigene SOS nicht vorhanden.

Noch schräger ist es, wenn sich jemand komplett ignorant verhält und an einem vorbei agiert – sich dann aber wundert, wenn man  – nachdem man stets SOS funkte, aber nie Hilfe bekam – wenige Wochen später die Verbindung kappt.
Ich verstehe nicht, wie wenig Empathie manche aufbringen, wenn sie über eine längere Zeit zusehen können, wie jemand langsam wegbricht und verstummt.

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